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Donnerstag, 30. April 2015
China, das Land der unbegrenzten Schwierigkeiten oder: Wohnung gekündigt
silke3110, 05:19h
Vielen Dank an eine Freundin, die da so betitelt hat. Sie hat ja soooooo Recht.
Da denkt man, man kann endlich mal aufatmen nach den endlosen Problemen, die man so hat. Da kommt der nächste Hammer. Als erstes bekommen wir eine Info der Maklerin unser Mietvertrag läuft aus. Ist hier wohl so üblich nach einem Jahr. Natürlich wollen wir aber verlängern. Also bekommen wir den Mietvertrag, unterschreiben den und geben den der Maklerin, damit die Vermieterin auch unterschreibt.
Eine Woche später:
Ich stehe morgens auf (in Deutschland) und sehe als erstes gleich Markus‘ Nachricht, daß unsere Wohnung gekündigt wurde. Zum 01.06. Auszugdatum 15.05. Schock! Wir schreiben den 15.04.
Das darf echt alles nicht wahr sein. Was nun auf die Schnelle? Dazu noch gerade Urlaub gebucht vom 01.05. bis zum 08.05. Nettozeit also keine Woche, denn vorher muß ja noch alles geputzt werden. Markus hat sich gleich erstmal mit anderen Expats getroffen und die gefragt, ob das normal ist. Die kannten das alle genauso. Da das ständig passierte, sind dann die größeren Firmen dazu übergegangen Apartments zu kaufen, wenn immer wieder geplant war, daß welche nach China kommen. Ist bei uns aber erstmal kein Thema.
Wir haben also unsere Maklerin erstmal rund gemacht, daß sie zusieht, uns was Neues zu besorgen. Neu heißt, wieder verhandeln über den Betrag, andere Möbel und und und. Was für ein Krampf. Da hatten wir natürlich keine Lust zu und haben gebeten, sie möge doch im gleichen Compound mal prüfen, wo noch was machbar ist, zumal doch eh nicht alles vermietet ist. Das sind 5 Hochhäuser mit je 28 Stockwerken, nicht mal 30% davon sind bewohnt. Aber natürlich kam die Aussage, es sei alles verkauft und vermietet. Was auch sonst…. Nach einigen Mails und Telefonaten stellte sich dann raus, es gäbe noch was im gleichen Haus, aber statt im 9. im 19. Stock. Für uns ok, gleiche Lage und wir müssten alles nur in den Fahrstuhl bringen und hochfahren.
Also hat Markus um einen Besichtigungstermin gebeten. Erst hatte die Vermieterin angeblich tagelang Besetztzeichen, dann hätte der Mieter keine Zeit. Eine weitere Woche zog ins Land. Dann bekamen wir plötzlich Fotos von der Wohnung. War wenig hilfreich, wir konnten ja nicht sehen, wie verwohnt das war oder eben auch nicht. Dann bekam Markus einen Termin zur Besichtigung. Aber es war keiner da! Wieder eine Woche futsch. Gedanklich sind wir schon ins Hotel gezogen…. Just an dem Tag (27.04.) als ich wieder in China ankam, durften wir dann endlich die Wohnung anschauen.
Es ging natürlich gleich damit los, daß unsere Maklerin keine Zeit hatte. Das chinesische Mädel (Season), was sich immer um Organisatorisches kümmert, wie Wohnungen aufschließen, einrichten und so spricht so gutes Englisch, daß man sich besser versteht, wenn man nur nett lächelt und Zeichensprache macht. Dann fuhren wir in den 19. Stock, keiner da. Season rief dann erstmal beim Mieter an, ging keiner dran. 10 Minuten später kam er dann endlich und wollte die Tür öffnen (man gibt einen Code ein oder öffnet mit einer Karte). Pieps, pieps, pieps. Nix tat sich. Nochmal den Pin eingegeben, wieder ein Pieps, nix. Ich meinte schon zu Markus, ob der eigentlich jemals in seiner Wohnung gewesen ist, da piepste es zum 3. Mal. Dann ist es BLOCKIERT! Dann kann man nur noch die Hausverwaltung bitten, zu öffnen und zu entsperren. Gut, daß die mit dabei war. Die musste aber erstmal den Mann mit dem Schlüssel holen. Der kam nach weiteren 10 Minuten und schloss auf.
Dabei stellte sich raus, die Batterie von dem Schloss war leer. Bitte laß uns sowas nie abends erleben nach 18 Uhr!!!! Wie sollen wir da wen erreichen, geschweige denn jemanden, der uns versteht….
Ich meine, es sind alle immer superlieb und haben angeboten, wir sollen uns melden, wenn wir Hilfe brauchen, egal wann. Nur haben wir die Erfahrung gemacht, daß eigentlich nie jemand dran geht, wenn es mal wichtig ist.
Nun konnten wir endlich mal rein und die Wohnung war wirklich genauso wie unsere. Die Möbel etwas anders, aber grundsätzlich ok. Ein paar Kleinigkeiten sind zu machen, bevor man einziehen könnte. Somit sagten wir Season gleich zu. Was aber nichts heißt in China! Wir wollten am liebsten gleich den Vertrag unterzeichnen, da ging es schon los. Das müsse die Maklerin machen und was diese Wohnung kostet, wisse sie nicht. Es ist die gleiche Lage und Größe. Warum soll die mehr kosten?! Aber das muß man nicht verstehen. Wir sind Europäer = teurer und ohne Verhandeln ist hier keiner glücklich. Wir haben jetzt 2 Tage später, die Maklerin ist nicht zu erreichen, übermorgen geht es in den Urlaub. Ich habe nochmal eben eine Mail an sie geschrieben mit der Bitte, sich jetzt dringend mal dem Fall anzunehmen. Sollte das alles nicht klappen, brauchen wir ein neues Maklerbüro, was aber nicht heißt, daß wir gleich was finden geschweige denn das gleich bezugsbereit ist. Notlösung heißt Hotel, das dürfte aber spannend werden. Uns gehören zwar die Möbel nicht, aber Töpfe, Bettzeug, Klamotten und was man halt alles so zum Leben hat. Wie meinte mein Vater so schön: „Bevor ihr obdachlos seid, müsst ihr wohl doch irgendwo ins Hotel“. Treffender mit einem Lächeln hätte er es nicht sagen können. Ein noch besserer Rat war, die Lagerhalle in unserer Firma. Jaja, Leute. Wer den Schaden hat…..
Schauen wir mal, was so kommt. Es bleibt spannend…
Nachtrag heute: Antwort von der Maklerin. Vertrag dauert noch etwas, wir müssen erstmal mit der Vermieterin über den Preis verhandeln. Und dann auch noch über Möbelstücke….
=> China, das Land der unbegrenzten Schwierigkeiten!
Da denkt man, man kann endlich mal aufatmen nach den endlosen Problemen, die man so hat. Da kommt der nächste Hammer. Als erstes bekommen wir eine Info der Maklerin unser Mietvertrag läuft aus. Ist hier wohl so üblich nach einem Jahr. Natürlich wollen wir aber verlängern. Also bekommen wir den Mietvertrag, unterschreiben den und geben den der Maklerin, damit die Vermieterin auch unterschreibt.
Eine Woche später:
Ich stehe morgens auf (in Deutschland) und sehe als erstes gleich Markus‘ Nachricht, daß unsere Wohnung gekündigt wurde. Zum 01.06. Auszugdatum 15.05. Schock! Wir schreiben den 15.04.
Das darf echt alles nicht wahr sein. Was nun auf die Schnelle? Dazu noch gerade Urlaub gebucht vom 01.05. bis zum 08.05. Nettozeit also keine Woche, denn vorher muß ja noch alles geputzt werden. Markus hat sich gleich erstmal mit anderen Expats getroffen und die gefragt, ob das normal ist. Die kannten das alle genauso. Da das ständig passierte, sind dann die größeren Firmen dazu übergegangen Apartments zu kaufen, wenn immer wieder geplant war, daß welche nach China kommen. Ist bei uns aber erstmal kein Thema.
Wir haben also unsere Maklerin erstmal rund gemacht, daß sie zusieht, uns was Neues zu besorgen. Neu heißt, wieder verhandeln über den Betrag, andere Möbel und und und. Was für ein Krampf. Da hatten wir natürlich keine Lust zu und haben gebeten, sie möge doch im gleichen Compound mal prüfen, wo noch was machbar ist, zumal doch eh nicht alles vermietet ist. Das sind 5 Hochhäuser mit je 28 Stockwerken, nicht mal 30% davon sind bewohnt. Aber natürlich kam die Aussage, es sei alles verkauft und vermietet. Was auch sonst…. Nach einigen Mails und Telefonaten stellte sich dann raus, es gäbe noch was im gleichen Haus, aber statt im 9. im 19. Stock. Für uns ok, gleiche Lage und wir müssten alles nur in den Fahrstuhl bringen und hochfahren.
Also hat Markus um einen Besichtigungstermin gebeten. Erst hatte die Vermieterin angeblich tagelang Besetztzeichen, dann hätte der Mieter keine Zeit. Eine weitere Woche zog ins Land. Dann bekamen wir plötzlich Fotos von der Wohnung. War wenig hilfreich, wir konnten ja nicht sehen, wie verwohnt das war oder eben auch nicht. Dann bekam Markus einen Termin zur Besichtigung. Aber es war keiner da! Wieder eine Woche futsch. Gedanklich sind wir schon ins Hotel gezogen…. Just an dem Tag (27.04.) als ich wieder in China ankam, durften wir dann endlich die Wohnung anschauen.
Es ging natürlich gleich damit los, daß unsere Maklerin keine Zeit hatte. Das chinesische Mädel (Season), was sich immer um Organisatorisches kümmert, wie Wohnungen aufschließen, einrichten und so spricht so gutes Englisch, daß man sich besser versteht, wenn man nur nett lächelt und Zeichensprache macht. Dann fuhren wir in den 19. Stock, keiner da. Season rief dann erstmal beim Mieter an, ging keiner dran. 10 Minuten später kam er dann endlich und wollte die Tür öffnen (man gibt einen Code ein oder öffnet mit einer Karte). Pieps, pieps, pieps. Nix tat sich. Nochmal den Pin eingegeben, wieder ein Pieps, nix. Ich meinte schon zu Markus, ob der eigentlich jemals in seiner Wohnung gewesen ist, da piepste es zum 3. Mal. Dann ist es BLOCKIERT! Dann kann man nur noch die Hausverwaltung bitten, zu öffnen und zu entsperren. Gut, daß die mit dabei war. Die musste aber erstmal den Mann mit dem Schlüssel holen. Der kam nach weiteren 10 Minuten und schloss auf.
Dabei stellte sich raus, die Batterie von dem Schloss war leer. Bitte laß uns sowas nie abends erleben nach 18 Uhr!!!! Wie sollen wir da wen erreichen, geschweige denn jemanden, der uns versteht….
Ich meine, es sind alle immer superlieb und haben angeboten, wir sollen uns melden, wenn wir Hilfe brauchen, egal wann. Nur haben wir die Erfahrung gemacht, daß eigentlich nie jemand dran geht, wenn es mal wichtig ist.
Nun konnten wir endlich mal rein und die Wohnung war wirklich genauso wie unsere. Die Möbel etwas anders, aber grundsätzlich ok. Ein paar Kleinigkeiten sind zu machen, bevor man einziehen könnte. Somit sagten wir Season gleich zu. Was aber nichts heißt in China! Wir wollten am liebsten gleich den Vertrag unterzeichnen, da ging es schon los. Das müsse die Maklerin machen und was diese Wohnung kostet, wisse sie nicht. Es ist die gleiche Lage und Größe. Warum soll die mehr kosten?! Aber das muß man nicht verstehen. Wir sind Europäer = teurer und ohne Verhandeln ist hier keiner glücklich. Wir haben jetzt 2 Tage später, die Maklerin ist nicht zu erreichen, übermorgen geht es in den Urlaub. Ich habe nochmal eben eine Mail an sie geschrieben mit der Bitte, sich jetzt dringend mal dem Fall anzunehmen. Sollte das alles nicht klappen, brauchen wir ein neues Maklerbüro, was aber nicht heißt, daß wir gleich was finden geschweige denn das gleich bezugsbereit ist. Notlösung heißt Hotel, das dürfte aber spannend werden. Uns gehören zwar die Möbel nicht, aber Töpfe, Bettzeug, Klamotten und was man halt alles so zum Leben hat. Wie meinte mein Vater so schön: „Bevor ihr obdachlos seid, müsst ihr wohl doch irgendwo ins Hotel“. Treffender mit einem Lächeln hätte er es nicht sagen können. Ein noch besserer Rat war, die Lagerhalle in unserer Firma. Jaja, Leute. Wer den Schaden hat…..
Schauen wir mal, was so kommt. Es bleibt spannend…
Nachtrag heute: Antwort von der Maklerin. Vertrag dauert noch etwas, wir müssen erstmal mit der Vermieterin über den Preis verhandeln. Und dann auch noch über Möbelstücke….
=> China, das Land der unbegrenzten Schwierigkeiten!
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Xi'an
silke3110, 05:15h
Wir haben uns kurzerhand entschlossen uns die Terrakotta-Armee in Xi’an anzusehen. Ein Kollege hatte uns davon berichtet, wie schön die Gegend sei und daß man dort unbedingt hinmüsse. Also haben wir spontan einen Tag vorher die Flüge gebucht und sind am 28.03. nach Xi’an geflogen. Von Tianjin aus gibt es direkte Verbindungen und der Flug beläuft sich auf 1,5 Stunden. Die chinesischen Kollegen hatten uns gesagt, es sei doch aber malerisch den Zug zu nehmen, man käme an tollen Landschaften vorbei, aber 18 Stunden wollten wir dann doch nicht mit dem Zug reisen.
Schon der Flug war wieder mal ein Highlight. Man bekommt ja seine Bordkarte mit dem Sitzplatz. Der steht da genauso drauf wie auf allen anderen Tickets in der ganzen Welt. Trotzdem muß es schwierig sein, dann doch den richtigen Platz zu finden. Schon beim Einsteigen eine riesige Schlange, es mussten ja noch zig Tüten, Koffer und so in die Gepäckfächer verstaut werden. Dann haben sich anscheinend viele einfach einen Platz genommen, der frei war. Auch unser Platz war belegt. Die Dame mussten wir dann da auch erstmal wegbitten. Die setzte sich dann einfach zwei Reihen davor hin. Als endlich der Großteil saß, kam eine Frauengruppe, die wild mit dem Personal diskutierte, weil nämlich deren Plätze auch besetzt waren. Also standen wieder alle mit Tüten und Taschen auf und setzten sich dann um. Das war ein sehr unterhaltsames Schauspiel.
Es kam aber noch besser. Es konnte nun endlich losgehen, der Flieger rollte schon zur Startbahn, da klingelten dann noch die Handys und man telefonierte. Und eine Sekunde bevor der Flieger abhob, stand eine ältere Dame auf und machte noch schnell ein Foto mit der Freundin. Die Stewardessen schnallten sich dann auch wieder ab und versuchten alle endlich zur Raison zu bringen. Kaum saßen alle, standen die nächsten auf. Das Foto musste auch unbedingt noch sein. Es war wirklich köstlich.
So kamen wir morgens in Xi‘an an und haben uns erstmal auf die Suche gemacht nach einem Trip direkt zur Armee. Leider hatte es so kurzfristig nicht mehr hingehauen, noch eine geführte Tour zu bekommen. Das Hotel hatte ich aber sicherheitshalber gebucht.
Am Flughafen quatschte uns gleich einer an, ob wir zur Armee wollten, er habe ein special offer. Nur 600 RMB den ganzen Tag (also hinfahren (ne Stunde Fahrt etwa), auf uns da warten, dann in die Stadt zum Hotel). Umgerechnet fast 100 € fanden wir dann doch etwas happig und haben weiter gesucht. Nur die offizielle Agentur am Flughafen wollte fast das Doppelte, boten aber noch Mittagessen an. Also kriegte dann doch der erste den Zuschlag, aber dem haben wir dann noch ein paar mehr Sehenswürdigkeiten abverlangt.
In Xi’an war schon der Frühling in vollem Gange und wir hatten über 25 Grad. Die Gegend sah wirklich anders aus als das, was wir bisher gesehen haben. Viel mehr Natur, viel weniger Hochhäuser, etwas weniger Smog.
Die Terrakotta-Armee ist wirklich einmalig. In drei verschiedenen Hallen kann man die Ausstellung begutachten. Es ist wirklich phantastisch, wie detailgentreu alles angefertigt wurde. Jeder einzelne Krieger und jedes einzelne Pferd hat ein anderes Gesicht, Kleidung etc. Sollte sich jeder ansehen, der mal eine Chinareise plant…… Die Ausgrabungen laufen noch immer.
Und auch die Stadt ist bisher die schönste, die ich in China gesehen hab. Die symbolisiert wirklich China, alles was man damit verbindet. Man sieht ganz viele Tempel, Drachen, alte Gebäude, man hört überall die chinesische Musik, die man so kennt. Ich war wirklich überwältigt.
Unser Fahrer hat uns dann zu einer Pagode gefahren, die sehr berühmt ist. Auch total schön gelegen, umgeben von einem tollen Park. Sehr buddhistisch. Danach waren wir an der alten Stadtmauer, die einige Kilometer lang war und die Stadt umgibt und auf der man wandern kann. Von da aus sieht man einen Drumtower, die alten historischen Gebäude und Hutongs. Alles total gepflegt und gut erhalten. Anschließend wurden wir in das muslimische Viertel gebracht. Hier befindet sich wohl die größte Essenstraße Chinas (zumindest kam es mir so vor). Soviele verschieden Gerichte, es dampfte und duftete überall. Natürlich war es auch überall ziemlich voll…
Danach ging es dann ins Hotel. Auch nur zu empfehlen, war eine Top-Lage und das Beste, was wir bisher in China so gesehen haben. Und es gab gute Cocktails, mit Milch statt Milchpulver. :-)
Am nächsten Morgen sind wir dann nochmal in das türkische Viertel und haben noch einen Tempel besichtigt. Dabei haben wir uns so verlaufen, daß wir kilometerlang wirklich nur an Restaurants, Fleischereien etc. vorbei gekommen sind. Hier ist das ja anders. Da hängen dann mal eben die toten Schweine an der Straße und bluten noch aus bei über 25 Grad. Oder eine Bullitür steht auf und auf der Rückbank liegen die Tiere halt so rum. Darf man nicht drüber nachdenken.
Irgendwann sind wir dann aus dem Trubel raus und haben uns ein Taxi zum Flughafen genommen. Die Dame wollte auch nicht mit Taxameter fahren (ist in vielen Orten mittlerweile strafbar und kostet die Lizenz). Da wir aber wegmussten und uns ja nicht auskannten, haben wir dann mit ihr verhandelt. War natürlich mal wieder Abzocke, aber naja. Am Flughafen hat sie dann angehalten und prompt kam ein Polizist. So hat sie uns schnell dann doch nur berechnet, was es wirklich kosten würde…
Der Rückflug hatte dann noch eine Stunde Verspätung leider, aber immerhin konnte ich am Flughafen mal einen typisch chinesischen Drachen ergattern.
Insgesamt ein wirklich lohnender Trip. Wir haben dann noch erfahren, daß in der Nähe eine sehenswerte Gebirgskette ist, wo man auch wandern kann. Dazu hat dann aber die Zeit nicht ausgereicht. Vielleicht kommen wir ja nochmal in die Gegend.























Übrigens zeigt das letzte Bild ein Schlafhäuschen im Flughafen Xi’ans, welches man stundenweise mieten kann….
Schon der Flug war wieder mal ein Highlight. Man bekommt ja seine Bordkarte mit dem Sitzplatz. Der steht da genauso drauf wie auf allen anderen Tickets in der ganzen Welt. Trotzdem muß es schwierig sein, dann doch den richtigen Platz zu finden. Schon beim Einsteigen eine riesige Schlange, es mussten ja noch zig Tüten, Koffer und so in die Gepäckfächer verstaut werden. Dann haben sich anscheinend viele einfach einen Platz genommen, der frei war. Auch unser Platz war belegt. Die Dame mussten wir dann da auch erstmal wegbitten. Die setzte sich dann einfach zwei Reihen davor hin. Als endlich der Großteil saß, kam eine Frauengruppe, die wild mit dem Personal diskutierte, weil nämlich deren Plätze auch besetzt waren. Also standen wieder alle mit Tüten und Taschen auf und setzten sich dann um. Das war ein sehr unterhaltsames Schauspiel.
Es kam aber noch besser. Es konnte nun endlich losgehen, der Flieger rollte schon zur Startbahn, da klingelten dann noch die Handys und man telefonierte. Und eine Sekunde bevor der Flieger abhob, stand eine ältere Dame auf und machte noch schnell ein Foto mit der Freundin. Die Stewardessen schnallten sich dann auch wieder ab und versuchten alle endlich zur Raison zu bringen. Kaum saßen alle, standen die nächsten auf. Das Foto musste auch unbedingt noch sein. Es war wirklich köstlich.
So kamen wir morgens in Xi‘an an und haben uns erstmal auf die Suche gemacht nach einem Trip direkt zur Armee. Leider hatte es so kurzfristig nicht mehr hingehauen, noch eine geführte Tour zu bekommen. Das Hotel hatte ich aber sicherheitshalber gebucht.
Am Flughafen quatschte uns gleich einer an, ob wir zur Armee wollten, er habe ein special offer. Nur 600 RMB den ganzen Tag (also hinfahren (ne Stunde Fahrt etwa), auf uns da warten, dann in die Stadt zum Hotel). Umgerechnet fast 100 € fanden wir dann doch etwas happig und haben weiter gesucht. Nur die offizielle Agentur am Flughafen wollte fast das Doppelte, boten aber noch Mittagessen an. Also kriegte dann doch der erste den Zuschlag, aber dem haben wir dann noch ein paar mehr Sehenswürdigkeiten abverlangt.
In Xi’an war schon der Frühling in vollem Gange und wir hatten über 25 Grad. Die Gegend sah wirklich anders aus als das, was wir bisher gesehen haben. Viel mehr Natur, viel weniger Hochhäuser, etwas weniger Smog.
Die Terrakotta-Armee ist wirklich einmalig. In drei verschiedenen Hallen kann man die Ausstellung begutachten. Es ist wirklich phantastisch, wie detailgentreu alles angefertigt wurde. Jeder einzelne Krieger und jedes einzelne Pferd hat ein anderes Gesicht, Kleidung etc. Sollte sich jeder ansehen, der mal eine Chinareise plant…… Die Ausgrabungen laufen noch immer.
Und auch die Stadt ist bisher die schönste, die ich in China gesehen hab. Die symbolisiert wirklich China, alles was man damit verbindet. Man sieht ganz viele Tempel, Drachen, alte Gebäude, man hört überall die chinesische Musik, die man so kennt. Ich war wirklich überwältigt.
Unser Fahrer hat uns dann zu einer Pagode gefahren, die sehr berühmt ist. Auch total schön gelegen, umgeben von einem tollen Park. Sehr buddhistisch. Danach waren wir an der alten Stadtmauer, die einige Kilometer lang war und die Stadt umgibt und auf der man wandern kann. Von da aus sieht man einen Drumtower, die alten historischen Gebäude und Hutongs. Alles total gepflegt und gut erhalten. Anschließend wurden wir in das muslimische Viertel gebracht. Hier befindet sich wohl die größte Essenstraße Chinas (zumindest kam es mir so vor). Soviele verschieden Gerichte, es dampfte und duftete überall. Natürlich war es auch überall ziemlich voll…
Danach ging es dann ins Hotel. Auch nur zu empfehlen, war eine Top-Lage und das Beste, was wir bisher in China so gesehen haben. Und es gab gute Cocktails, mit Milch statt Milchpulver. :-)
Am nächsten Morgen sind wir dann nochmal in das türkische Viertel und haben noch einen Tempel besichtigt. Dabei haben wir uns so verlaufen, daß wir kilometerlang wirklich nur an Restaurants, Fleischereien etc. vorbei gekommen sind. Hier ist das ja anders. Da hängen dann mal eben die toten Schweine an der Straße und bluten noch aus bei über 25 Grad. Oder eine Bullitür steht auf und auf der Rückbank liegen die Tiere halt so rum. Darf man nicht drüber nachdenken.
Irgendwann sind wir dann aus dem Trubel raus und haben uns ein Taxi zum Flughafen genommen. Die Dame wollte auch nicht mit Taxameter fahren (ist in vielen Orten mittlerweile strafbar und kostet die Lizenz). Da wir aber wegmussten und uns ja nicht auskannten, haben wir dann mit ihr verhandelt. War natürlich mal wieder Abzocke, aber naja. Am Flughafen hat sie dann angehalten und prompt kam ein Polizist. So hat sie uns schnell dann doch nur berechnet, was es wirklich kosten würde…
Der Rückflug hatte dann noch eine Stunde Verspätung leider, aber immerhin konnte ich am Flughafen mal einen typisch chinesischen Drachen ergattern.
Insgesamt ein wirklich lohnender Trip. Wir haben dann noch erfahren, daß in der Nähe eine sehenswerte Gebirgskette ist, wo man auch wandern kann. Dazu hat dann aber die Zeit nicht ausgereicht. Vielleicht kommen wir ja nochmal in die Gegend.























Übrigens zeigt das letzte Bild ein Schlafhäuschen im Flughafen Xi’ans, welches man stundenweise mieten kann….
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