Montag, 21. Juli 2014
Das erste halbe Jahr ist um.....
Viele haben immer wieder gesagt „erzähl doch mal“ oder „wie ist es“. Was sagt man nun darauf? Man sagt immer wieder „es ist einfach anders“. Denn man kann es einfach nicht beschreiben. Eigentlich müsste man jedem ans Herz legen, einfach mal ein paar Wochen diese Erfahrung zu machen, damit man verstehen kann, warum wir manchmal an der Grenze des Erträglichen sind oder oft einfach traurig oder uns einsam fühlen. Natürlich geht das nicht, ganz klar!!!!

Wir haben nun in der Zeit sehr viele schöne Sachen erlebt und auch viel gelernt, aber genauso oft waren wir frustriert und haben uns gefragt, wie das alles weiter gehen soll und warum man sich das alles antut. Denn das tut man nicht wegen des Geldes, denn so viel kann keiner zahlen, daß die negativen Aspekte wett gemacht werden, die man hier durchlebt wie die Umwelt. Damit verbunden die ganzen gesundheitlichen Probleme, die uns ereilen, wenn sich bei der trockenen Luft die Haut wehrt oder auch mal der Magen. Unsere Antwort darauf ist, daß wir einfach mal eine fremde Kultur kennenlernen wollen und schon seit Jahren gern im Ausland unterwegs sind. Das Angebot kam genau an einem Punkt im Leben, wo wir eh überlegt hatten, was wir machen wollen.

Wir waren letztes Jahr auf einer Beratung für Auswanderer, die uns genau das prophezeit und aufgemalt haben, was eingetreten ist. Vom totalen Frust, über Trauer zu Spannung und schönen Erlebnissen.

Ganz interessant sind auch viele Bücher, die über diese Kultur schreiben und die Unterschiede versuchen zu kristallisieren, man erkennt wahnsinnig viel wieder. Aktuell hab ich gerade ein Buch gelesen, was das China in den 70 bis 80er Jahren beschreibt. Dieses Buch kann ich wärmstens empfehlen, es ist das Beste und in Summe hat sich nichts geändert außer die Kleidung, die Hochhäuser und die Wirtschaft.

Aber zurück zu den einzelnen Aspekten. Was ist positiv? Daß man hier einfach nicht verloren gehen kann. Unser Fahrer gabelt uns überall auf unter Millionen von Leuten, alle sind sehr hilfsbereit und versuchen mit Händen und Füßen zu verstehen, was man denn eigentlich will oder bringen einen dahin. Das gilt auch für die Taxifahrer, die manchmal nicht lesen können, aber irgendwie doch verstehen, wohin man will. Man kann die Kollegen immer erreichen, wenn man Hilfe braucht. Das Essen ist wirklich sehr gut und die befürchteten dauernden Magenprobleme haben sich nicht eingestellt.

Ein ganz besonderes Thema sind die Kontakte. Wie vermittelt man seinem früheren/derzeitigen Umfeld, wie man sich fühlt? Die Antwort: es ist wahnsinnig schwierig, nahezu unmöglich!!!

Während man ja früher nun auch nicht alle Leute ständig getroffen hat oder mit denen gemailt hat, weil man ja auch andere Hobbies hatte wie Radfahren oder die Haustiere, Garten oder was auch immer, ist man nun darauf bedacht, zu allen den Kontakt zu verstärken. Denn, man hat ja plötzlich nichts anderes mehr in der Freizeit. Mit dem Wechsel hat sich zum Einen die Arbeitszeit total verändert, ein Feierabend existiert kaum noch, bedingt durch die Ansprechzeiten nach Deutschland und den Heimweg zur Wohnung, geprägt durch Staus.
Zum Anderen, und das ist wirklich ein Punkt, den wir unterschätzt haben, man kann in einer 13 Millionen Stadt einfach nichts machen in der Freizeit. Hört sich unglaublich an, aber es ist so. Im Winter ist es zu kalt, im Sommer ist alles lahm gelegt. Das Informationssystem für Events ist für Expats nicht vorhanden, wenn mal was ist, dann steht es auf den chinesischen Seiten. Ein Chinese würde einem niemals erzählen, daß was Besonderes ist, weil die gar kein Interesse haben. Die haben ihre Familie, Handys und das Essen. Mehr Aktivitäten haben die nicht. Vielleicht noch shoppen. Damit sind wir beim Thema, was will man denn immer shoppen in überfüllten Malls?! Ich schwöre jedem, der gerne shoppen geht, das ist irgendwann vorbei hier. Aber wir geben nicht auf, weiter zu suchen, um die Zeit sinnvoll nutzen zu können. Und manchmal ist ja zumindest mal ein Theaterstück oder so.

Aber zurück zum Thema und Kontakte verstärken. Durch die immer schlechter werdende Internetverbindung (bestätigt durch andere Expats) hat sich Skypen etc. erledigt. Zeitweise geht es ganz gut und dann bricht alles weg, man verbringt mehr Zeit, den anderen zu fragen, ob er noch da ist und ob man besser die Kamera ausmachen sollte oder nicht. Telefonieren übers Handy ist unerschwinglich und damit fallen die Möglichkeiten weg, jemanden zu sehen und zu hören und sich einfach mal auszutauschen. Also besinnt man sich auf Mails und kontaktiert so seine Leute. Logischerweise arbeiten die anderen alle in der Zeit und so haben einige in der Freizeit auch keine Lust mehr Romane zu schreiben. Ganz ehrlich, ich nehme mich da nicht aus, wenn ich in Deutschland bin. Dort hab ich mein gewohntes Umfeld und abends auch keine Lust mehr, den PC anzumachen, wenn ich den schon den ganzen Tag gesehen habe. Mit Mails kommen aber auch ganz schnell Missverständnisse. Manches kann man persönlich besser erklären und auch Emotionen ganz anders vermitteln.

Oft wartet man wirklich auch, daß sich wer meldet, egal wer. Und man wird auch traurig, weil man sich sagt „haben die uns jetzt vergessen“? Manchmal hört man wochenlang einfach nichts, das war früher nichts anders, aber da ist es weniger aufgefallen, weil man selbst beschäftigt war. Und plötzlich kristallisiert sich auch heraus, was einem früher nicht aufgefallen ist. Wer wirklich Interesse hat und wer nicht. Deutlich wird das dann, wenn man sich nach längerer Zeit wiedersieht. Da fallen einem plötzlich Sachen auf, die man vorher nie bemerkt hat und wo man sich schon Gedanken macht, ob man sich selbst so verändert hat oder ob man mit dem Leben in DE plötzlich nicht mehr klarkommt.
Nach dem halben Jahr lautet die Antwort: Beides!
Man verändert sich, legt Wert auf andere Sachen. Das Leben unserer Kontakte geht ähnlich weiter wie bisher, auch sie verändern sich und das Leben verändert sich, aber man bekommt vieles gar nicht mehr mit, die Infos fehlen oft auch. Das kann man niemandem übel nehmen, das ist völlig normal und doch für einen selbst komisch.

Bei vielen Leuten hab ich festgestellt, mit einer gewissen Toleranz können beide Seiten voneinander profitieren. So sind doch einige Kontakte intensiver geworden und das freut mich sehr. Leider sind aber auch einige weggebrochen und das nach nur 6 bzw. 9 Monaten. Da fragt man sich immer wieder, warum das so ist. Selbst wenn man das anspricht in der Hoffnung, was zu retten, bekommt man dann doch einen Schlag ins Gesicht, wenn man merkt, dass die Antwort lautet „keine Zeit“ oder versprochen wird, sich zu bessern und das Gegenteil der Fall ist.

Man fragt sich natürlich auch, ob man allein so ist und so verquer denkt. Erstaunlicherweise gibt es aber doch viele neue Kontakte, die genau das gleiche berichten. Ich wollte es echt nicht glauben, als mir vor ca. 3 Monaten jemand hier berichtete, der schon lange da ist (7 Jahre), daß er nicht mehr nach DE zurück will, weil er dort nicht mehr zurecht kommt. Alles hat sich verändert, man selbst hat sich verändert und die unterschiedlichen Lebensweisen passen nur noch, wenn man tolerant ist und auch das gegenseitige Interesse füreinander da ist.

Aktuell haben wir ein Wochenende hinter uns, was uns ganz besonders frustriert hat. Es war schwülheiß, über 40 Grad, Eiscafés gibt es hier nicht, macht auch keinen Sinn beim Smog sich rauszusetzen. Sich irgendwas hier anzusehen war draußen nicht möglich, also waren wir in den Malls unterwegs. Wie alle anderen eben auch. Schnell war es dort auch zu stickig oder die Klimaanlagen so kühl, daß einem gleich ne Grippe droht. Was tun, war die große Frage. Deutsches Fernsehen haben wir nicht, nach stundenlangen DVD`s schauen, ist man auch bedient. Gelesen war schon alles und DE hat noch geschlafen oder mit der Hitze selbst zu tun gehabt. Also besinnt man sich darauf, seine Leute zu kontaktieren und ruckzuck sind wir wieder bei dem Thema, daß die ihr eigenes Leben haben oder dann Zeit, wenn wir schon wieder schlafen gehen. Es wäre ja nicht so dramatisch, wenn man wüsste, das gibt sich wieder. Aber diese Temperaturen bleiben jetzt bis September und das gönne ich einfach keinem.

Zuletzt bleibt zu dem Thema nur zu sagen: danke an unsere Freunde und Familien, die ganz besonders zu spüren kriegen, wenn unsereins frustig ist und versuchen, einen wieder zu motivieren und aufzubauen, und danke auch an die Kollegen, die einen auf dem Laufenden halten und wo auch viele zu Freunden geworden sind. Wir sind immer noch froh, diese Chance bekommen zu haben und daß wir das nicht allein machen müssen!

Ich werde Euch alle weiter quälen und erzählen, wie unser Leben hier ist und was sich so tut!

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Chengdu
Im Mai gab es ein verlängertes Wochenende, was wir dazu nutzen wollten, uns irgendwas anzusehen. Und da wird es auch gleich schwierig. Feiertage und Wochenende bedeuten hier grundsätzlich immer:
es ist supervoll und man trampelt sich tot. Also erwogen wir, das Land zu verlassen und vielleicht mal eins der Nachbarländer zu erkunden. In nur drei Tagen wäre das aber super stressig geworden und wenn man sich mal die Landkarte betrachtet, sind diese Distanzen einfach irre. Zudem wollten wir auch keine Städtereise haben, Stadt haben wir ja jeden Tag hier. Damit fielen z.B. Seoul und Tokio unter den Tisch. Selbst wenn die Flugzeiten noch im Rahmen wären, die Preise stehen dafür in keinem Verhältnis und vom Land an sich haben wir ja dann auch nichts gesehen. Also blieb uns doch mal wieder nur China übrig, wo man zweifelsfrei genug ansehen kann, aber nur unter der Prämisse, daß man halt den Massentourismus mag.

Nach ewigen Recherchen haben wir uns für die Stadt Chengdu entschieden. Das sollte eine wunderschöne alte Stadt sein und zudem leben dort die Pandas in einem Reservat und man kann sie live sehen. Für mich als Tierfanatiker ein absolutes MUSS dahin zu fahren. Hab mich auf vielen Seiten schlau gemacht und rausgefunden, daß man auch die ganzen Babys sehen kann und auch Fotos mit einem Panda machen kann. Das Geld kommt der Stiftung dort zugute.
Unsere Reise war ein 3-Tages-Programm und von einem deutsch-chinesischen Veranstalter organisiert. Tag 1 war Hinflug und Pandas besichtigen, ein wenig von der Stadt noch sehen, Tag 2 war Rausfahren auf das Land und Reisterassen sehen, abends die Sichuan-Oper, Tag 3 war Chengdu entdecken und Rückflug. Das Ganze mit einem Top-Hotel und einem deutsch-sprachigen Führer. Hört sich doch klasse an, oder?

Deswegen waren wir auch bereit, den Preis zu bezahlen, den die Reise kostete. Und wie man schon erahnen kann: so wurde es natürlich überhaupt nicht!!! Das ist halt China kann man da nur sagen. :-)

Tag 1:
Voller Vorfreude und angefixt von meinen Kollegen hier (das ist soooo schön, die Pandas sind so toll, es gibt eine 24-Stunden-Webcam) sind wir also Samstag nach Chengdu geflogen. Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon mit einem Panda auf dem Schoss sitzen und ein Foto machen. Wir kamen gegen 10 Uhr an und wurden von Joshua, einem deutschsprachigen (gebrochenes Deutsch) Chinesen abgeholt. Als wir das Gelände des Flughafens verließen, schlug uns gleich feuchtwarme Luft entgegen, sehr unangenehm. Ziemlich schnell stellte sich raus, daß Englisch besser war, aber er beharrte auf Deutsch. Immerhin wollte er zu Weihnachten mal nach Deutschland und er hatte die Prüfung des Reiseleiters ja auch gemacht und wollte üben.
Mit ihm und einem Fahrer ging es nicht wie angekündigt ins Hotel zum Einchecken, was uns lieber gewesen wäre, weil wir gar nicht entsprechend gekleidet waren, aber dafür direkt zu den Pandas. Vor dem Eingang schwante uns schon nichts Gutes. Es war proppevoll. Joshua holte dann die Tickets und ich hab ihm gleich gesagt, ich will auf jeden Fall ein Foto machen. Er meinte, viel zu teuer. Ist mir aber egal, entgegnete ich.
So, wir also nun da rein und als Erstes sollten wir nun ein Mittagessen einnehmen. Naiv, wie wir waren, dachten wir, das sei so organisiert, daß er was reserviert hätte wegen der Menschenmassen. Das Restaurant war überfüllt und er stand völlig hilflos da und wusste nicht, was er tun sollte. Wir schlugen ihm dann vor, ins Nächste zu gehen. Das war gegenüber und wimmelte von Mücken. Da man aber einen Chinesen niemals aus seinem Konzept bringen darf (wir hatten noch gesagt, wir können ja auch später essen), haben wir also dort gegessen. Alleine, denn er wollte nichts und wuselte um unseren Tisch solange rum, bis wir fertig waren.
Von da an ging es einen langen Fussweg zum ersten Gehege. Eigentlich logisch, daß bei der Mittagshitze kein Tier Lust hat, sich da in die pralle Sonne zu setzen. Und so sahen wir dort schon mal nichts. Genauso Gehege 2 und 3. Nichts! Gehege 4 war ein Innengehege, wo dann ein paar Pandas waren, die aber träge rumlagen und man konnte vor lauter Menschen nichts sehen. Irgendwie bekamen wir da schon den Eindruck, das bleibt jetzt so enttäuschend und sollten Recht behalten.
Weiter ging es zu den Pandababys, dort waren nur Wenige zu sehen, der Rest war nicht für die Öffentlichkeit. Dort überhaupt einen Blick zu erhaschen war die Kunst. Alle Eltern nahmen ihre Kinder und hoben sie hoch, damit die was sehen konnten.
Dort sollte nun auch die Möglichkeit sein, Fotos zu machen, war aber geschlossen. Und das war auch das Ende der Pandagehege für den großen Panda. Dort ging es dann weiter zum roten kleinen Panda, der war ganz lustig, ein paar haben sich auch mal sehen lassen, waren aber auch alle eher müde von der Hitze. Ziemlich schnell waren wir auch am Ende. Unser Reiseleiter war extrem gelangweilt, als ich noch in den Shops rumlief und als ich fragte, ob das alles sei, meinte er nur, sonst würde man die Pandas immer sehen, er sei zweimal in der Woche da.

Danach sind wir in die Innenstadt gefahren und an einer alten Straße ausgestiegen, in der wir rumgelaufen sind mit tausenden anderen Chinesen. Die Straße an sich ist sehr malerisch, viele alte Gebäude, Darsteller in alten Kostümen, die das ursprüngliche China repräsentierten und ganz viele Stände mit typischen Gerichten der Gegend. Eigentlich sehr schön, aber es war zu warm und zu voll. Wir kamen an ein paar Tempeln noch vorbei und haben uns dann auf den Weg ins Hotel gemacht. Das sollte eigentlich in Nähe der Innenstadt sein, wir wurden aber umgebucht (warum auch immer) in ein abgelegenes Hotel, von wo aus man nicht mehr wirklich wegkam. Dafür war das Hotel wirklich das Beste, was ich jemals erlebt hab in China. Aufgrund der Hitze waren wir ziemlich platt und sind auch gar nicht mehr rausgegangen.

Tag 2:
Montezumas Rache! Markus lag platt! Also haben wir beschlossen, den Tag ausfallen zu lassen und erstmal bei der Rezeption angerufen um nach einem Fieberthermometer zu fragen. Die haben kein Wort verstanden und mich dreimal weiter verbunden. Überhaupt berichtet hier jeder, perfektes Englisch zu können, aber das stimmt leider nicht. Komischerweise stand 10 Minuten später plötzlich unser Reiseleiter vor der Tür mit einem Thermometer. Also muß doch irgendwer was kapiert haben, ihn verständigt haben und der hatte sich auf den Weg gemacht.
Wir haben dann Tag 2 und 3 getauscht, so daß Markus sich kurieren konnte und ich bin mit Joshua zu den geplanten Sehenswürdigkeiten Chengdus gefahren. Dort waren wir an einer alten Grabstätte und anschließend beim Cottage eines berühmten Dichters, was sich wirklich gelohnt hat.
Mittags war ich dann zurück und bis abends war Markus wieder so fit, daß wir uns die Sichuan-Oper ansehen konnten, bekannt für die Changing Faces (immer wechselnde Masken). Vorweg gab es eine Tee-Zeremonie und mehrere Künstler, die Schattenspiele vorgeführt haben. Die Oper war wirklich ein Highlight und es war toll anzusehen, wie schnell die Kostüme und Masken wechselten. So schnell konnte man gar nicht gucken. Genauso schnell war ich auch von oben bis unten von Mücken zerstochen….

Tag 3:
Hier sollten wir nun in eine berühmte alte Gemeinde fahren, zu den Reisterassen hatte die Zeit aufgrund des geänderten Programmes nicht mehr gereicht. Was stellt man sich unter Gemeinde vor? Also unsere Gemeinde zu Hause ist ziemlich klein, grün und nicht dicht bevölkert. Die Gemeinde hier ist alles, aber das nicht!
Es war eine ziemlich große Stadt, durch die ein brauner Fluss floss, in dem Hunderte Leute mit Wasserpistolen standen und sich nass spritzen. Viele alte Gebäude gab es und die typischen Speisen der Region. Dort sind wir dann stundenlang durchgelaufen bei schwülheißen 40 Grad. Nach zwei Stunden fragten wir dann mal, was wir denn noch machen würden, zumal der Flug erst abends gehen sollte und wir mittags schon entnervt waren von dem Trubel, dem Krach, dem versifften Wasser um uns herum etc. Da meinte unser Leiter, wir sollten mal noch zwei, drei Stunden da bleiben, was anderes lohne sich nicht. Also haben wir erstmal unsere Handys durchforstet und festgestellt, daß es durchaus in der Nähe Tempel gab. Laut Joshua könne das aber gar nicht sein und alles zu weit weg. Auch der in 5 km Entfernung….

Irgendwann kamen wir dann drauf, daß er eigentlich gar keine Ahnung hatte von der Region und so baten wir ihn, uns zum Flughafen zu bringen, weil man es nicht aushielt draußen. Er hat die Welt nicht mehr verstanden, ob wir denn die Stadt nicht schön fänden und konnte das gar nicht begreifen. Wir haben uns das gespart zu sagen, daß wir zwar Menschen mögen, aber nicht Tausende auf einem Fleck. Die Chinesen kennen und mögen das eben.
Wir sind dann also zum Flughafen zurück gefahren und haben dort versucht, auf den früheren Flieger umzubuchen, aber die Dame an der Info schickte uns von links nach rechts und keiner war so richtig zuständig und der Flieger dann weg. Und so haben wir dort 5 Stunden totschlagen müssen.

Fazit: nie wieder zu der Jahreszeit und nicht an den Feiertagen! Die Stadt Chengdu ist wirklich wunderschön, auch die Umgebung bietet viel, wenn man die Möglichkeit hat, sich dort hinzubegeben. Auch das Hotel war super. Aber wenn man die Tiere sehen will, niemals mittags dort hin und am besten in den späten Herbstmonaten oder im Februar, März…






































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